Am Montag bin ich mit ein paar Jungs von Casa Renascer auf einen der zahlreichen Hügel in der Nähe gewandert (natürlich mit Flip- Flops), von wo aus man eine sehr gute Aussicht über die Umgebung hat. Da es allerdings etwas trüb war, konnte man nicht bis nach Rio Centro schauen, aber bis nach Nova Iguacu. Soweit das Auge reicht nur Häuser und Hügel...einfach der Wahnsinn. Ich werde auf jeden Fall nochmals dort hoch steigen, um dann ein paar Fotos machen zu können.
Am Dienstag habe ich mich etwas im Garten von Casa Renascer zu schaffen gemacht, doch könnte man dort wahrscheinlich wochenlang arbeiten, um alles in Ordnung zu kriegen. Und dann bleibt noch die Frage offen, ob ein blitzsauberer Garten überhaupt gebraucht wird.
Am Mittwoch gings wie die Woche zuvor zur Policia Federal nach Nova Iguacu zur endgültigen Visumsbeantraung. Nach etwas Warte- und Bearbeitungszeit war ich dann endlich der stolze Besitzer eines Einjahresvisums für Brasilien. Dann trafen wir noch den neuen Pfarrer unserer Gemeinde in Miguel Couto, welcher wie der andere zur Zeit in der Gemeinde aktive Pfarrer auch aus Österreich kommt und ebenfalls wie Benni und ich erst vor 4 Wochen hier angekommen ist. Sein Portugiesisch ist allerdings schon etwas besser als meines (was beim Predigen auch von Vorteil ist). Danach hat uns Eunice noch etwas die Innenstadt Nova Iguacus gezeigt. Die Eindrücke dort waren wiedereinmal völlig überwältigen: viel Musik, viele Gerüche, viele, sehr viele Menschen etc. Dann gings in die Mall von Nova Iguacu, in welcher sich im obersten Geschoss ein kleines Geschäft von Casa do Menor befindet, wo Ketten, T- Shirt etc. verkauft werden.
Um 15.00 Uhr sollte eigentlich ein Treffen zur Vorbesprechung für die Bingo- Veranstaltung am Ende des Monats stattfinden, doch irgendwie war außer Eunice, Benni und mir keiner informiert. Zur Messe um 16.00 Uhr (jeden Mittwoch um 16.00 Uhr findet ein Gottesdienst in der Kapelle von Casa do Menor statt) konnte ich auch nicht gehen, da mir angeboten wurde mit einem Mädel aus „Casa Irma Maria“ zu einer Einrichtung (dessen Name ich gerade nicht weiss) zu gehen, wo sie zweimal die Woche eine Art Unterstützungs-/Begleit-/Hilfsseminar zur Drogenabszinenz besucht. Soweit ich das verstanden habe, bietet das Haus verschiedene Freizeit- und Therapiemöglichkeiten für drogenabhängige Jugendliche an. Bei der Hausführung hatte ich auf jeden Fall den Eindruck, dass dort ebenfalls wie in Casa do Menor eine sehr sinnvolle Arbeit geleistet wird.
Den Donnerstag Vormittag verbrachte ich in Casa Renascer und nachmittags fand ein Fest anlässlich des „dia de criancas“ (Tag der Kinder) , welcher ein Tag später als offizieller Feiertag anerkannt ist, statt. Es waren alle Kinder aus allen Häusern anwesend und es gab einige Spiele, sowie sehr sehr viele Süßigkeiten. Der Festsaal sah danach aus wie ein Schlachtfeld (Becher, Kuchenstücke, Plastiktüten, etc.), sodass ich noch mitgeholfen habe alles wieder in Ordnung zu bringen. Da nach dem Fest eigentlich zwei neue Jungs ins Casa Renascer kommen sollten, bin ich nochmals dorthin gelaufen, um sie zu begrüßen, doch ihre Ankunft wurde auf Montag verlegt.
Der Freitag war eigentlich ein Feiertag, was heißt, dass die Ausbildungskurse sowie die Verwaltung frei hatten. Ich ging den Tag auch etwas gemütlicher an, mit schön ausschlafen und putzen des Zimmers in der Pousada. Zum Mittagessen bin ich dann zu Casa Renascer, wo ich den restlichen Tag (+Abendessen) verbrachte. Da Benni seine Digicam dabei hatte veranstalteten wir mit allen Jungs eine Fotosession, wo das ein oder andere gelungene Bild entstand (v.a. das Gruppenfoto).
Jairo und ich
v.l.n.r.:hinten:Ronaldo,Renato,Ich,Jonathan,Diogo,Josemar,Gilberto,Jonathan,Romolovorne:Benni,Jairo,Max,Huland,Jonathan
Wegen des Kindertages wurde ein Straßenfest vor dem Haus Renascer veranstaltet, wo es viele Spiele für die kids, viele Süßigkeiten für alle und viel Bier für die Erwachsenen gab. Auf diesem Fest ist mir nochmals besonders aufgefallen, dass es hier sehr viele Kinder gibt. Es waren mit Abstand mehr Kinder als Erwachsene auf dem Fest.
Am Samstag bin ich (wie jeden Samstag und Sonntag) zur CIDAH gegangen, wo ich mit den Kids im Pool gespielt habe und dann noch etwas am Ju- Jitsu- Unterricht teilgenommen habe (der Capoeira- Trainer Rildson bevorzugt persönlich diese Sportart, nachdem er schon 19 Jahre Capoeira spielt).
Am gestrigen Sonntag sind wir zunächst in die Kirche zum Gottesdienst gegangen, wo für ca. 30 Kinder die Erstkommunion gefeiert wurde. Danach sind Eunice, ihr Sohn Antonio, Benni und ich einer Einladung des Elektriklehrers bei Casa do Menor folgend in eine Nachbarstadt zu einem Gemeindefest gegangen. Dort gab es sehr leckeres Mittagessen und leider viel zu laute live- Musik. Nachmittags bin ich wieder zu CIDAH, wo ich quasi Einzelunterricht Capoeira hatte.
Am Samstag bin ich (wie jeden Samstag und Sonntag) zur CIDAH gegangen, wo ich mit den Kids im Pool gespielt habe und dann noch etwas am Ju- Jitsu- Unterricht teilgenommen habe (der Capoeira- Trainer Rildson bevorzugt persönlich diese Sportart, nachdem er schon 19 Jahre Capoeira spielt).
Am gestrigen Sonntag sind wir zunächst in die Kirche zum Gottesdienst gegangen, wo für ca. 30 Kinder die Erstkommunion gefeiert wurde. Danach sind Eunice, ihr Sohn Antonio, Benni und ich einer Einladung des Elektriklehrers bei Casa do Menor folgend in eine Nachbarstadt zu einem Gemeindefest gegangen. Dort gab es sehr leckeres Mittagessen und leider viel zu laute live- Musik. Nachmittags bin ich wieder zu CIDAH, wo ich quasi Einzelunterricht Capoeira hatte.
Ich höre auch immer gerne was zur Zeit bei Euch in Deutschland passiert, daher seit Ihr gerne dazu eingeladen mir emails zu schreiben. Ich werde auch zurückschreiben, nur damit muss man etwas geduldig sein, weil ich nicht alles gleichzeitig beantworten kann/ will.
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