Die Pousada war in vielerlei Hinsicht eine hervorragende Wahl. Zum einen aufgrund des Ambientes (Jugendstilgebäude, 100- jähriger Mangabaum im Innenhof), und zum anderen aufgrund der Nähe zum „Pelourinho“, einem zum UN- Weltkulturerbe ernannten Stadtviertel Salvadors. Aufgrund von Warnungen schauten Benni und ich nur bis kurz nach Sonnenuntergang diese Altstadt an. Sehr wohl war mir dabei wirklich nicht: viele dunkle Gassen, wenige Menschen, wir als Ausländer natürlich sofort erkennbar...




Am nächsten Tag machten wir dann eine Sightseeing- Tour im Schnelldurchgang. Dazu gehörte auch ein Ausflug auf eine vor Salvador gelegene Insel, deren Name ich noch immer nicht weiß, da wir uns in irgendein Boot gesetzt haben :). Den Abend verbrachten wir, wie schon den zuvor, in einer nahegelegenen Bar, wo wir bei einem „cervejinha“ das brasilianische Leben genossen.

...der Inselbesuch...
Am Freitag war dann der Spaß vorbei, als wir uns auf den Weg nach Itaipuã machten, wo das einwöchige Begleitseminar von FID (Freiwillige Internationale Dienste) stattfinden sollte. Mein erster Gedanke war, als ich das Seminargebäude und dessen Location erblickte: „Wie blöd kann man sein und hier ein Seminar für junge Erwachsene austragen?!“. Sonne, blauer Himmel, Kokospalmen, Strand, Meer. Womit ich wohl nicht rechnete, war, dass sich 28 wahnsinnig interessante Männer und Frauen trafen mit denen man sich super über alle möglichen Themen (Arbeit im Projekt, Gewalt, Armut, Erwartungen,...) austauschen konnte. So saßen wir nach einem anstrengenden Tag mit Gruppenarbeiten abends zusammen, unterhielten uns, spielten Gitarre etc.
Am Dienstag, den 15. Januar, legten wir nachmittags eine Pause ein, um allen Seminarteilnehmern die Möglichkeit zu geben sich Salvador anzuschauen. Den Abend verbrachten wir inmitten einer großen Menge Brasilianer bei einem Geronimo (?)- Konzert.Als das Seminar letzten Freitag zu Ende ging und sich die Wege der meisten Freiwilligen wieder trennten, verlängerte Benni und ich sowie ca. sechs weitere den Aufenthalt um eine Nacht, um abends auf das „Festival de Verão“ zu gehen. Hauptact sollte „O Rappa“ sein, der aber leider kurz zuvor absagte. Trotzdem genoss ich meinen letzten Abend mit bahianischer Fröhlichkeit.

...kurz vor der Abreise mit traumhaften Hintergrund.
Am Samstag 15.00 Uhr begann dann die Odyssee zurück nach Miguel Couto, Nova Iguacu, Rio de Janeiro. Am Montag um 13.00 Uhr kam ich an...Die Busfahrt dauerte ziemlich genau 30 Stunden. Da wir erst um 22.00 Uhr am Busbahnhof in Rio ankamen, entschieden wir uns nicht mehr bis nach Miguel Couto zu fahren (evtl. Gefahr), sondern uns in „Casa Rafael“ in Santa Teresa einzuquartieren. Am Montag Morgen fuhren wir dann zur Abwechslung mit dem Bus in unser Heimatörtchen zurück.
Ich bin nach wie vor gut auf und konnte in dieser kurzen Auszeit etwas Energie tanken, sodass ich mich jetzt wieder freue mit den Kids zu arbeiten!!!Viele liebe Grüße aus BRASIL
MOE
(ich werde versuchen Bilder nachzureichen, im Moment ist das Internet extrem langsam!)
2 Kommentare:
Olá Moe,
wie bei mir scheint bei Dir auch das Sprachchaos (portug.-deutsch - Mix) ausgebrochen zu sein. Ich sag nur "MANGA-Baum" :)
Schön, dass Du gut auf bist. Ich auch soweit, aber nur noch 2 Wochen Portugal :(
Aber dann zwei Wochen Brasil :)
Beijinhos Tim
Hi Moe,
ich freue mich immer über Deine Posts. Häng doch mal wieder ein paar Fotos von Dir rein - auf dem Foto von Benni/Salvador kamst Du mir so quadratisch vor. Entweder machst Du Body Building um mit den Brasilianern Schritt halten zu können oder die Kamera hat etwas verzerrt oder...
Bis dann
Rolf
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